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Die interkulturellen Bibliotheken der Schweiz
20 Mitglieder des Dachverbandes Verein Bücher ohne Grenzen Schweiz (VBOGS)

1988 gründet eine Gruppe interessierter Personen in Renens (VD), es sind vor allem Eltern und Unterrichtende, einen Verein als Grundlage für die interkulturelle Bibliothek Globlivres. Sie wird im Oktober des gleichen Jahres eröffnet und erhält zunächst eine Gratisausleihe der Bibliomedia. Globlivres ist die erste interkulturelle Bibliothek in der Schweiz.

1991 entsteht die JuKiBu in Basel auf Initiative des Kinderbuchfonds Baobab, einer Arbeitsstelle der Erklärung von Bern und terre des hommes schweiz. Sie wird eine C-Organisation der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG) in Basel mit regelmässiger Unterstützung und erhält eine Anschubfinanzierung von der Christoph Merian Stiftung in Basel.

1993 wird von Globlivres und der JuKiBu der Dachverband Verein Bücher ohne Grenzen Schweiz (VBOGS) gegründet. Angeregt wurde dies vom Bundesamt für Kultur, welches den VBOGS seither finanziell unterstützt.

1993 entstehen in Zürich die Kanzbi und in Thun Biblios. Dafür engagieren sich vor allem Lehrkräfte, deren Klassen einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund aufweisen.

1994 ergreift der lokale Verein (früher die Sektion) des Roten Kreuzes die Gründungsinitiative für Livres du Monde. Die Stadt Genf unterstützt die Bibliothek, und Bibliomedia stellt erste Bücher zur Verfügung.

1995 wird Bibliomonde in Neuenburg gegründet. Initiantinnen und Initianten sind Personen aus dem Kreis der Flüchtlingsbetreuung. Die Stadt Neuenburg stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung.

1996 wird die Interkulturelle Bibliothek Zentrum 5 in Bern in den Dachverband aufgenommen, nachdem sie 1993 gegründet wurde. Sie ist Bestandteil des Integrationszentrums für MigrantInnen.

1999 wird L’Ardoise in Sitten eröffnet und tritt 2000 dem Dachverband bei. Seit 2003 wird der Bibliotheksbetrieb durch das Bureau Animation, Centre de formation Botza mit Sitz in Vétroz getragen. Die Ausleihe erfolgt in Sitten an zwei Standorten: Die Kinderbücher an der Rue de Loèche 1 und die Erwachsenenliteratur in der Mediathek Wallis, Rue de Pratifori 18.

2002 stösst LivrEchange in Freiburg zum Dachverband. Zunächst stellt Caritas die Räumlichkeiten zur Verfügung.

2003 tritt Le Polyglotte, die interkulturelle Bibliothek in Biel, dem Dachverband bei. Sie ist dem Begegnungszentrum Multimondo angeschlossen, das seit 1998 besteht.

2003 wird die Integrationsbibliothek ib in Winterthur als Abteilung der neuen Stadtbibliothek am Kirchplatz eröffnet und Mitglied des VBOGS. Die ib ist ein Gemeinschaftsprojekt des Interkulturellen Forums Winterthur IFW und der Winterthurer Bibliotheken. Sie bietet vorerst Medien für Kinder und junge Erwachsene an und wird vom Personal der Kinder- und Jugendbibliothek betreut.

2003 entsteht BISI, die interkulturelle Bibliothek der italienischen Schweiz mit Sitz in Bellinzona. Sie richtet sich an die Bevölkerung des Kantons Tessin und der italienischsprachigen Täler des Kantons Graubünden. BISI ist von UNAL (Unesco-Netzwerk der assoziierten Bibliotheken) anerkannt.

2005 wird in Chur die interkulturelle Bibliothek vossa lingua eröffnet und tritt gleichzeitig dem Dachverband bei. Die Räumlichkeiten werden von der Asylorganisation Graubünden zur Verfügung gestellt.

2005 entsteht in St. Gallen die Integrationsbibliothek LibraForum. VertreterInnen von 10 Sprachgruppen und die Leiterin der St. Galler Freihandbibliothek schliessen sich zu diesem Projekt zusammen.

2005 eröffnet die Gemeindebibliothek Lyss die Interkulturelle Bibliothek Lyss. Im selben Jahr wird sie Mitglied des Dachverbandes.

2006 entsteht A Tous Livres, die Bibliothèque interculturelle in Monthey mit Sitz im Maison du Monde und wird ebenfalls Mitglied des Dachverbandes.

2009 werden Bibliothek der Kulturen in Frauenfeld und Helvecia, interkulturelles Zentrum Wädenswil in den Dachverein aufgenommen.

2010 werden die IKiBi, die interkulturelle Kinderbibliothek der Stadtbibliothek Aarau und die interkulturelle Bibliothek Hardau der Pestalozzi-Bibliothek Zürich als neue Mitglieder aufgenommen.

Die meisten interkulturellen Bibliotheken sind von einem lokalen unabhängigen Verein im Sinn von Art. 60 ff des Schweizerischen Zivilgesetzbuches getragen.